Das Sparbuch

Mit meinen siebzehn Jahren hatte ich eigentlich alles, was ich mir wünschen konnte und auch finanziell hatte ich oder unsere Familie keine Sorgen. Ich wusste, dass meine Eltern für mich bei meiner Geburt ein Sparbuch angelegt hatten und da auch jeden Monat was eingezahlt wurde. Mit den Zinsen, so mahlte ich mir aus, müsste schon ein hübsches Sümmchen auf dem Sparbuch sein.
Leider habe ich das Sparbuch nie zu Gesicht bekommen und ahnte auch nicht, das mir die Freude noch vergehen sollte.
Mein momentanes Leben war so, das ich kurz vor dem Abschluss der 12. Klasse war und meine Bewerbung für ein Studium zur Tierärztin schon angenommen und beschlossene Sache war. Ich liebte Tiere, hatte selbst einen kleinen Hund, der mein ein und alles war. Dieser kleine Hund begleitete mich überall hin, wo es ging. Leider werde ich den Hund zum Studium nicht mitnehmen können, weil dort im Internet kein Hund erlaubt war.
Meine Eltern redeten heute wieder mal mit mir über meine Zukunft, was ich dann im Internat alles erleben würde, was alles Neues auf mich zukommen würde, ob ich denn alleine ohne Familie zurecht kommen würde. Meine Eltern machten sich sehr viele, vielleicht zu viele Sorgen um mich und selbst als ich den Hund wollte, hatten sie Angst, ich könnte mir eine Krankheit einfangen oder der Hund könnte mich beißen. Als wir so im Wohnzimmer saßen und redeten, wurde mein Vater noch ernster und da kam auch das Gespräch auf den Verwendungszweck von meinem Sparbuch.
Als ich diesen Verwendungszweck erfuhr, wurde mir ganz anders.

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